IMAGO – Aufstellungen: der Sehnsucht nach sich selbst und der eigenen Vision folgen

Nächste Termine:

  • Sa. 15. – So. 16. Oktober 2022 (zweitägig)
  • So 30. Oktober 2022 (eintägig)
  • Sa. 26. – So. 27. November 2022 (zweitägig)
  • Sa. 10. Dezember 2022 (eintägig)

Erfahre mehr

Systemische Aufstellungen

Für einige immer wiederkehrende, oft belastende Ereignisse und Muster findet man in den aktuellen Lebenswirklichkeiten des Einzelnen keine schlüssige Erklärung. Manche seelischen Fallstricke des Lebens scheinen unlösbar in unser persönliches Wollen und Werden eingewoben zu sein, ganz gleich, wie sehr wir uns auf der bewussten Ebene mit ihnen auseinandersetzen.

Systemisches Familienstellen* geht davon aus, dass wir mit dem System unserer Herkunftsfamilie in unbewusster Loyalität eng verbunden sind. Ob wir uns in Liebe zugehörig fühlen oder voller Groll abgewendet haben, spielt hierbei keine Rolle. Alle Störungen im Familiensystem, alles, was nicht gesehen und geachtet wurde, führt zu Dynamiken, die im Leben jedes einzelnen Familienmitgliedes ihre Wirkung entfalten.

Bestimmte Faktoren aus der Vergangenheit, auch Schattenthemen unserer Ahnen, wie z.B. besonders schwere Schicksale, tote Kinder, verleugnete oder ausgestoßene Familienmitglieder, Selbstmord oder schwere Schuld, stören die höhere Ordnung eines Familiensystems und haben dadurch einen starken Einfluss auf die einzelnen Familienmitglieder.

Systemisches Familienstellen hat das Anliegen, nicht Gesehenes sichtbar zu machen und zu integrieren, um im Familiensystem für Ausgleich zu sorgen und heilsame Prozesse anzuregen. Die Methode ermöglicht uns ein vertieftes Verständnis der eigenen Herkunft, eine Neuordnung unseres Lebensbildes und eine erweiterte, mitfühlendere Sicht auf die Welt.

In Gruppenaufstellungen werden die einzelnen Familienmitglieder durch Stellvertreter repräsentiert. Es entsteht ein „wissendes Feld“, in dem durch Befragung, Umstellung und Neuordnung des Systems erfahrbar wird, was im Familiensystem unsichtbar wirkt und heilsam integriert werden kann. Ziel ist es, dass am Ende der Aufstellung alle beteiligten Familienmitglieder einen guten Platz einnehmen können.

Systemisches Familienstellen führt in den Tagen und Wochen nach einer systemischen Intervention oft zu einer deutlich gefühlten Erlösung und einem „Durchatmen“ des ganzen Systems. Wohltuende Effekte entfalten sich wie von selbst. Integration und Wandlung dürfen geschehen.

In der Einzelarbeit wird mit  Imagination und Bodenankern oder mit Figurenaufstellungen gearbeitet. Das Einfühlen auf die Lebenswirklichkeit möglicher beteiligter Ahnen und heutigen Familienmitglieder geschieht in diesen Settings vorwiegend durch den Aufstellenden selbst.

Die Methode Systemisches Familienstellen kann auch für andere Systeme, zum Beispiel einen Arbeitsplatz oder ein Körpersystem genutzt werden.

(*Ausbildung bei  Dipl. Psych. Erika Schäfer, Therapie-, Lehr- & Forschungszentrum Eisenbuch)